Die besten Routenplaner für Motorradfahrer: So findest du Strecken, die wirklich Spaß machen

Ein guter Routenplaner fürs Motorrad

Wer Motorrad fährt, fährt nicht von A nach B. Wir fahren wegen der Strecke. Wegen der Kurven, der Landschaft, des Gefühls, wenn sich Asphalt und Linie perfekt anfühlen. Genau hier scheitern viele klassische Routenplaner – sie denken wie Autofahrer. Schnell, kurz, effizient. Motorradfahrer denken anders. Kurviger, sportlicher oder einfach nur landschaftlicher.

Ein guter Motorrad-Routenplaner entscheidet, ob deine Tour zur Erinnerung wird oder zur Geduldsprobe. Ob du Schotter, LKW-Pisten und langweilige Bundesstraßen bekommst. Oder Kurven, Höhenmeter und Strecken, die man am liebsten zweimal fährt.

Dieser Artikel zeigt dir:

  • worauf es bei Routenplanern wirklich ankommt,

  • welche Tools sich für Motorradfahrer eignen,

  • welche Empfehlungen du bedenkenlos in deine Planung integrieren kannst,

  • und wie du aus jeder Tour das Maximum herausholst – egal ob Feierabendrunde oder Alpenreise.

Warum normale Routenplaner für Motorradfahrer oft ungeeignet sind

Google Maps, Apple Karten oder Fahrzeugnavis haben ein Ziel: Effizienz.
Motorradfahrer haben ein anderes Ziel: Fahrspaß.

Das Problem:

  • kürzeste Strecke ≠ schönste Strecke

  • schnellste Route ≠ fahrerisch beste Route

  • Autobahn ≠ Erlebnis

Viele Motorradfahrer kennen das:

Du planst eine Tour, folgst blind dem Navi und landest auf endlosen Geraden, Ortsdurchfahrten mit 30-Zonen oder gesperrten Passstraßen.

Ein guter Motorrad-Routenplaner berücksichtigt:

  • Kurvenspaß

  • Höhenprofile

  • Straßenqualität

  • Verkehrsdichte

  • Motorrad-spezifische Sperrungen

  • landschaftliche Reize

Er denkt nicht in Minuten – sondern in Erlebnisfaktoren.

Was einen guten Motorrad-Routenplaner ausmacht

Bevor wir über konkrete Tools sprechen, musst du wissen, woran du Qualität erkennst.

Routenplanung fürs Motorrad - Kurvige Strecken

1. Kurvenpriorisierung statt Zeitoptimierung

Motorradfahrer wollen Kurven. Punkt.
Ein brauchbarer Routenplaner bietet:

  • kurvenreiche Alternativen

  • Meidung von Autobahnen

  • bewusste Umwege zugunsten schöner Strecken

Ohne diese Funktion ist ein Tool für Motorräder kaum brauchbar.

2. Anpassung an Fahrstil und Motorradtyp

Ein Supersportler, ein Reiseenduro-Fahrer und ein Cruiser haben völlig unterschiedliche Ansprüche.
Gute Planer erlauben:

  • sportliche vs. entspannte Strecken

  • Vermeidung von Schotter oder bewusste Einbindung

  • Anpassung an Reichweite und Tankstopps

3. Planung am Desktop – Navigation unterwegs

Die Realität:

  • Planung macht man zu Hause

  • Navigation nutzt man unterwegs

Ein guter Routenplaner funktioniert:

  • komfortabel am PC oder Tablet

  • synchronisiert mit App oder Navi

  • exportiert Routen sauber (GPX etc.)

4. Community-Wissen statt Algorithmus-Blindflug

Die besten Strecken kennen oft nicht der Algorithmus, sondern andere Motorradfahrer.
Empfehlenswert sind Tools mit:

  • Community-Bewertungen

  • geteilten Routen

  • Kommentaren zu Sperrungen oder Straßenzustand

Die beliebtesten Routenplaner unter Motorradfahrern – ehrlich bewertet

Kurviger – der Klassiker für Kurvenjäger

Kurviger ist für viele Motorradfahrer der Einstieg – und das zurecht.

Stärken:

  • Fokus auf kurvenreiche Strecken

  • sehr einfache Bedienung

  • klare Motorrad-Logik

Schwächen:

  • eingeschränkte Offline-Funktionen

  • weniger Detailtiefe bei langen Reisen

Calimoto – Motorradfahrer denken hier zuerst an Fahrspaß

Calimoto positioniert sich klar als Motorrad-App – und liefert genau das.

Stärken:

  • Kurven- und Höhenfokus

  • Community-Routen

  • Touraufzeichnung

  • Sperrungsinfos

Schwächen:

  • Abo-Modell

  • teils aggressive Routenwahl (nicht immer anfängerfreundlich)

Empfehlung: Sehr gut für Fahrer, die neue Strecken entdecken wollen und bereit sind, für Qualität zu zahlen.

MyRoute-app – Planung auf Profi-Niveau

Wer mehrtägige Reisen plant, kommt an der MyRoute-App kaum vorbei.

Stärken:

  • extrem präzise Planung

  • verschiedene Kartenanbieter

  • Ideal für Garmin & Co.

  • perfekte GPX-Exporte

Schwächen:

  • komplexer als andere Tools

  • weniger „Spaß-Knopf“, mehr Planung

Empfehlung: Top-Empfehlung für Tourenfahrer, Alpenpässe, Europa-Reisen und strukturierte Planung.

Garmin BaseCamp – ungeliebt, aber mächtig

BaseCamp ist kein Spaßtool – aber ein Arbeitstier.

Stärken:

  • maximale Kontrolle

  • perfekte Navi-Integration

  • offline nutzbar

Schwächen:

  • steile Lernkurve

  • altbackene Oberfläche

Empfehlung: Für technikaffine Fahrer mit Garmin-Navi, die exakt wissen wollen, was sie fahren.

Smartphone oder Navi? Die ehrliche Antwort

Diese Frage spaltet Motorradfahrer; völlig unnötig wie wir finden.

Smartphone: flexibel und modern

Vorteile:

  • große Auswahl an Apps

  • schnelle Planung

  • Live-Verkehr & Sperrungen

Nachteile:

  • Hitze

  • Akkulaufzeit

  • Ablesbarkeit bei Sonne

Motorrad-Navi: robust und zuverlässig

Vorteile:

  • wetterfest

  • vibrationsresistent

  • perfekt ablesbar

Nachteile:

  • teuer

  • weniger flexibel

Empfehlung:

Für Tages- und Wochenendtouren reicht das Smartphone.
Für lange Reisen und extreme Bedingungen ist ein dediziertes Motorrad-Navi zu überlegen.

So plane ich persönlich eine Motorradtour – Schritt für Schritt

Aus Sicht eines Motorradfahrers, nicht eines Entwicklers:

  1. Grobe Idee festlegen (Region, Zeit, Fahrstil)

  2. Planung am Desktop (MyRoute-app oder Kurviger)

  3. Kurvenfokus aktivieren, Autobahnen raus

  4. Tankstopps bewusst setzen

  5. GPX exportieren oder App synchronisieren

  6. Vor Abfahrt Sperrungen prüfen

  7. Unterwegs flexibel bleiben

Ein Routenplaner ist ein Werkzeug. Nicht mehr und nicht weniger.

Häufige Fehler bei der Routenplanung (und wie du sie vermeidest)

  • Zu viele Kilometer pro Tag

  • Ignorieren von Höhenprofilen

  • Blindes Vertrauen in Algorithmen

  • Keine Alternativroute parat

  • Pausen unterschätzen

Ein guter Routenplaner hilft – aber Erfahrung ersetzt er nicht.

Warum der richtige Routenplaner deine Motorradtour verändert

Motorradfahren beginnt nicht mit dem Startknopf, sondern mit einer Entscheidung: Welche Strecke fahre ich und warum?

Ein guter Routenplaner nimmt dir diese Entscheidung nicht ab, aber er gibt dir die Freiheit, sie bewusst zu treffen. Statt Kilometer zu sammeln, sammelst du Erlebnisse. Statt möglichst schnell anzukommen, genießt du den Weg.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie groß der Unterschied ist. Mit dem falschen Tool wird selbst die schönste Region langweilig. Mit dem richtigen Routenplaner entdeckst du Straßen, die du sonst nie gefahren wärst,  leere Kurven, überraschende Ausblicke, Strecken, die im Kopf bleiben. Genau das macht Motorradtouren aus.

Ob du kurze Feierabendrunden fährst oder große Reisen planst: Es lohnt sich, Zeit in die Planung zu investieren und Werkzeuge zu nutzen, die für Motorradfahrer gemacht sind. Nicht, um jede Kurve vorherzusehen, sondern um Raum für genau die Momente zu schaffen, wegen derer wir Motorrad fahren.

Am Ende zählt nicht, welcher Routenplaner der „beste“ ist. Entscheidend ist, dass er zu dir passt, zu deinem Fahrstil, deinem Motorrad und deinem Gefühl für die Straße. Wenn das zusammenkommt, wird aus einer Route eine Tour. Und aus einer Tour eine Erinnerung.

Weiterführende Links:

Startseite – Alpenpässe | Pässe und Bergstraßen in Europa

Wetter weltweit – meteoblue – Zeigt Dir die aktuelle Wetterlage weltweit an.

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