Viele Motorradjacken sind heute „wasserdicht“, und trotzdem kommst du nach drei Stunden Dauerregen feucht an. Durch Nähte, am Kragen, an den Ärmeln oder zwischen Jacke und Hose kriecht das Wasser hinein. Eine Regenkombi fürs Motorrad ist deshalb auf jeder Tour ein kleines, günstiges Stück Sicherheit. Hier erfährst du, welche Art zu dir passt und worauf du beim Kauf achtest.
Warum trocken bleiben Sicherheit ist
Nasse Kleidung kühlt dich aus, auch im Sommer. Wer friert, reagiert langsamer, verkrampft und wird schneller müde. Eine Regenkombi hält Wasser und Fahrtwind ab und hält dich so konzentriert. Wie du auf nasser Straße fährst, steht in Motorrad fahren bei Regen.
Einteiler oder Zweiteiler?
| Einteiler | Zweiteiler | |
|---|---|---|
| Dichtheit | sehr gut, keine Lücke in der Taille | gut, bei guter Überlappung |
| Anziehen | umständlicher, am Straßenrand mühsam | einfacher, Teile einzeln nutzbar |
| Flexibilität | nur komplett | Jacke auch allein als Windschutz |
| Pausen | zum Toilettengang ganz ausziehen | praktischer |
Wer viel bei Dauerregen fährt, etwa in Skandinavien oder Schottland, wird mit einem Einteiler glücklich. Für wechselhaftes Wetter und kurze Schauer ist der Zweiteiler bequemer.
Die richtige Größe
Die Regenkombi kommt über deine komplette Motorradkleidung samt Protektoren. Probier sie deshalb immer über Jacke und Hose an. Setz dich auf ein Motorrad und streck die Arme zum Lenker: Die Ärmel dürfen nicht hochrutschen, die Hosenbeine müssen über die Stiefel reichen. Zu eng heißt: Nähte werden gedehnt und lassen Wasser durch.
Material und Ausstattung
- PVC oder beschichtetes Nylon: absolut dicht und günstig, aber nicht atmungsaktiv. Bei Wärme schwitzt du darunter.
- Atmungsaktive Membran: teurer, angenehmer bei längerer Fahrt und wärmerem Wetter.
- Verschweißte oder abgeklebte Nähte: Pflicht, sonst ist die Kombi nicht dicht.
- Reißverschlüsse mit Abdeckleiste und Klett: Der vordere Reißverschluss ist die häufigste Schwachstelle.
- Weite Beinreißverschlüsse: damit du sie über die Stiefel ziehen kannst.
- Reflektoren oder Signalfarbe: Im Regen sehen dich andere schlechter.
- Hitzebeständiger Einsatz innen am Bein: damit die Kombi am heißen Auspuff nicht schmilzt.
- Kleines Packmaß: Sie muss in Tankrucksack oder Koffer passen.
Hände, Füße und Hals
Die beste Kombi hilft wenig, wenn Wasser über Handschuhe und Stiefel eindringt. Für die Hände gibt es wasserdichte Handschuhe oder dünne Überzieher. Für die Füße helfen Überschuhe, wenn die Stiefel nicht dicht sind. Ein Halstuch oder eine Sturmhaube verhindert, dass Wasser am Kragen hineinläuft.
Pflege
Nach der Fahrt die Kombi aufhängen und trocknen lassen, nie feucht einpacken. Membranen gelegentlich nach Herstellerangabe waschen und nachimprägnieren. Weitere Tipps zur Pflege von Motorradkleidung stehen in Motorradbekleidung waschen und pflegen.
Fazit
Eine Regenkombi ist klein, günstig und auf Tour Gold wert. Einteiler für Dauerregen, Zweiteiler für wechselhaftes Wetter. Kauf sie groß genug für die komplette Schutzkleidung, achte auf verschweißte Nähte und denk an Hände und Füße. Auf unserer Packliste für die Motorradreise steht sie ganz oben.
Häufige Fragen
Brauche ich eine Regenkombi, wenn meine Jacke wasserdicht ist?
Bei kurzen Schauern oft nicht. Bei Dauerregen dringt aber auch bei guten Jacken Wasser an Kragen, Ärmeln oder zwischen Jacke und Hose ein. Auf Reisen ist eine Kombi sinnvoll.
Welche Größe brauche ich bei einer Regenkombi?
So groß, dass sie locker über deine komplette Motorradkleidung passt. Probier sie über Jacke und Hose an und setz dich dabei auf ein Motorrad.
Einteiler oder Zweiteiler: was ist dichter?
Der Einteiler, weil es keine Lücke in der Taille gibt. Der Zweiteiler ist dafür praktischer beim An- und Ausziehen.
Warum schmilzt meine Regenhose am Auspuff?
Viele günstige Kombis bestehen aus PVC oder Nylon. Achte auf einen hitzebeständigen Einsatz innen am Bein.
Quellen
Stand: September 2026.